FV Graben – FV Leopoldshafen 2:4 (1:0)
Wer eine gute Mannschaft sein will, muss sich guten Gegnern stellen. Genau deshalb verabredeten wir uns am Sonntag, dem 08.02.26, zum Testspiel gegen den ambitionierten Kreisligisten und doppelten Pokalfinalisten aus Leopoldshafen. Unser Trainer nutzte die Partie bewusst, um einigen neuen Spielern Einsatzzeit zu geben und versteckte sich keineswegs vor dem starken Gegner. Die Winterneuzugänge Dario di Mola und Laurin Grundel feierten dabei ihr Startelf-Debüt.
Wir präsentierten uns von Beginn an laufstark, spielfreudig und defensiv aufmerksam. Leopoldshafen kam nur selten gefährlich vor unser Tor, während wir uns immer wieder sauber nach vorne kombinierten. In der 25. Minute holte sich Orend den Ball tief aus der Abwehr von Stritesky ab, über Klee und Zimmermann lief der Angriff sehenswert bis zu Fabian Herzog durch, dessen strammer Abschluss aufs kurze Eck der Torhüter stark parierte. Die Gäste mussten sich lautstark daran erinnern, dass das zu leicht gehe.
In der ersten Halbzeit spielten wir eher ein Mittelfeldpressing, das wir jedoch situativ durch hohes Anlaufen der Abwehr abwechselten. Und das zahlte sich in der 32. Minute aus: Orend, Zimmermann und Abaci machten den Raum eng, eroberten gemeinsam den Ball, Abaci ging frei auf das Tor zu und schob überlegt rechts unten zur verdienten 1:0-Führung ein. In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit kleineren Chancen auf beiden Seiten. Hier und da hatten wir auch Glück mit einer großzügigen Linie des Unparteiischen, als ein kleiner Tritt auf den Fuß und ein mögliches Handspiel im Strafraum ungeahndet blieben.
Zur Halbzeit rotierten wir auf mehreren Positionen: Für Zieger, Braun, Orend, Zimmermann, Grundel und di Mola kamen Masyan, Güler, Veenstra, Wittmann, L. Klee und Sahin ins Spiel. Mit Verlauf des zweiten Durchgangs zeigte der Kreisligist vermehrt seine große Qualität. Wir bekamen die Räume nicht mehr konsequent geschlossen und mussten in der 54., 69., 76. und 83. Minute vier Gegentreffer hinnehmen. Teilweise konnten wir nach Offensivdrang die Konter nicht unterbinden, ein Tor fiel nach einem Freistoß aus dem Halbfeld. Den Schlusspunkt setzten dennoch wir: Unser erneut eingewechselter Kapitän Orend lief Torwart und Abwehr unermüdlich an und blockte einen Klärungsversuch zum 2:4-Endstand ins Netz. Verdiente Ergebniskosmetik.
Trotz der Niederlage war es ein wertvoller Test gegen einen starken Gegner, aus dem wir wichtige Erkenntnisse für unsere Spielweise und Mut zum Vergleich mit stärkeren Teams mitnehmen.